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12.07.2010 - Rückrundenbericht

Eklat beim Meeting der Veteranen

Meeting Veteranen zwecks Organisation der Rückrunde
„jemand muss dafür sorgen, dass der Matchball genügend Luft hat!“, „jemand muss den Tee vorbereiten“, „wer bringt dem Schiri in der Pause den wohlverdienten Tee“, „warum werde ich vor wichtigen Spielen zu spät aufgeboten?“, usw. usw.
Alle sind sich einig, all dass und vieles mehr muss wohl organisiert sein. Ordnung ist schliesslich die Basis des Erfolges. Wir Veteranen, weit herum bekannt für strukturiertes Vorgehen, zaubern aus dem Nichts eine Verantwortlichkeitsliste aus der Schublade. Matchball pumpen = Hans, Tee vorbereiten = Hans, Spieler aufbieten = Hans, Schiri den Tee bringen = Hans, Eckfahnen aufstellen =Hans, etc etc.
Zufrieden lehnen wir uns zurück, streicheln unsere wohlgenährten Bäuche und sagen uns, wir sind schon super organisiert, bei uns läuft alles wie am Schnürchen.
Jedoch, noch ist das Meeting nicht beendet. Es fehlt noch ein alles entscheidendes Traktandum, diese Traktandum überwiegt in Wichtigkeit die sportlichen Ambitionen bei weitem. Es geht um die Kasse. Mit gestrengem Blick bringt unser Kassier die Runde zum verstummen. In einer endlosen Litanei unseres Kassier, werden die säumigen Schuldner abgestraft, Prognosen über die finanzielle Zukunft der Veteranen erstellt, es wird versucht, uns Laien die extrem komplexen, daher auch aufwendigen Transaktionen in der Welt der Finanzen zu erklären. Wir Laien, völlig überfordert mit der Thematik, lauschen gebannt den letzten Worten unseres Kassier. „und daher liebe Mitspieler, sehe ich mich zur Demission meines Amtes gezwungen“.
Stille herrscht, schleichend langsam verzieht sich der dichte Nebel in unseren Köpfen, wir begreifen, wir brauchen einen neuen Kassier. Doch wer eignet sich für das Amt des Kassier. Wer ist genügend qualifiziert, sich dieser komplexen Angelegenheit anzunehmen. Wer ist sensibel genug, säumigen Schuldnern einen Tritt in den Allerwertesten zu geben, so dass diese auch beim kommenden Spiel gesund antreten können.
Sie können uns glauben lieber Leser, wir Veteranen haben uns diesen Entscheid nicht leicht gemacht. Die einhellige Meinung aller ist, Hans, dieses Amt kann nur Hans mit nötiger Würde ausfüllen. Hans schaut mit tiefen Sorgenfalten in unsere erwartungsfrohen Gesichter.
Nein dass kann, das darf nicht wahr sein. Hans verweigert doch tatsächlich die Annahme dieses prestigeträchtigen würdevollen Amtes. Soll einer verstehen warum. Wir Veteranen stehen jetzt vor einer äusserst ungewissen Zukunft. Lieber Leser, lassen Sie mich doch noch einen persönlichen Kommentar abgeben. Ich denke, dass wir Veteranen auch dem aktuellen Zeitgeist unterliegen. Personen wie Hans, die sich keinen Deut um das Allgemeinwohl (Veteranen) kümmern, werden immer zahlreicher. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die jüngere Generation wieder vermehrt dem Gemeinwohl zur Verfügung stellt.

@Hans, kannst nicht Du das nächste mal den Bericht schreiben?