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Vorrunde 2017/2018 - 11.12.2017

Das Geheimnis des Fussballs

Es waren einmal 27 Zwerge. Die wohnten alle in einem Tal und hatten nur eines im Kopf: Sie wollten unbedingt Fussball spielen. Da trafen sie eines schönen Tages – nachdem sie sich beim tollsten Fussballclub weit und breit angemeldet hatten – auf der wunderprächtigsten Fussballwiese des Tales auf eine junge Frau und einen nicht mehr ganz so jungen Mann. Diese beiden teilten die 27 Zwerge in zwei Zwergenschaften ein (aso di eintä sind hald eine meh gsi..), stellten zwei Tore auf, warfen einen Ball in die Luft und sagten zu den Zwergen: ‚Also dann! Spielt Fussball!

In der gleichen Sekunde stürzten sich alle 27 Zwerge mit einem riesigen glücklichen Geschrei zusammen miteinander gleichzeitig auf den Ball, traten nach ihm und rannten wild durcheinander auf dem ganzen Platz umher. Das war vielleicht ein gewaltiges Treiben, das da stattfand, kann ich Euch sagen. Da wurde geschossen und gestolpert und umgefallen und wieder aufgestanden und immer alle 27 Zwerge hinter dem Ball her, ohne Unterbruch. Einige der Zwerge machten die verrücktesten Sachen. So wollten sie auf die eine Seite des Feldes schiessen, doch der Ball flog genau in die komplett andere Richtung und ein anderes Mal stand einer der Zwerge ganz alleine vor einem Tor, holte Anlauf und trat den Ball mit der Spitze seines Fusses weit, weit am Tor vorbei. Doch nichts konnte die Zwerge aufhalten. Immer wieder versuchten sie es von neuem und einige Male gelang es ihnen sogar eines der beiden Tore zu treffen. Welche Freude hatten sie da. Jubelnd liefen sie über den Platz, schrien: ‚Tor, Tor’ und alle anderen rannten zu dem einen hin, der den Ball ins Netz geschossen hatte, umarmten ihn und alle lachten. Die junge Frau und der nicht mehr ganz so junge Mann beobachteten das Treiben einige Zeit interessiert und lächelten zufrieden. Schliesslich holte der Mann seine Zauber-Zwergen-Fussball-Stopp-Pfeife hervor und pfiff hinein.

Diese Zauber-Zwergen-Fussball-Stopp-Pfeife ist sehr wichtig. Gibt man nämlich Zwergen einen Ball zum Fussballspielen, dann hören die nicht einfach wieder auf. Nein, Nein! Die würden stunden- und stunden- und stundenlang immer weiter spielen und dabei ganz vergessen zu essen und zu trinken und könnten vor lauter Fussball verhungern und verdursten. Das einzige, das ein Zwergen-Fussballspiel stoppen kann, ist eben diese Zauber-Zwergen-Fussball-Stopp-Pfeife und in die pfiff eben der Mann und siehe da: Sie funktionierte! Auf der Stelle hörten nämlich alle Zwerge zusammen miteinander gleichzeitig auf Fussball zu spielen und rannten zu dem Mann hin. Der Mann liess die Zwerge um sich versammeln und sagte:

„Wisst ihr, der Fussball hat ein grosses Geheimnis und nur diejenigen die dieses Geheimnis zu lüften im Stande sind, werden das Fussballzauberland finden und ein Fussballer werden. Alle anderen bleiben für immer und ewig Fussballzwerge. Und es gibt riesengrosse Fussballzwerge, das könnt ihr mir glauben. Nein, Nein, auf die Grösse komme es nicht an. Die, die das Geheimnis nicht finden, suchen eben ganz an der falschen Stelle. Die meinen, das Geheimnis des Fussballs sei ganz schwer zu finden und hat so geheimnisvolle Namen wie zum Beispiel der doppelte Doppelpass, die Bananenflanke, der halbvolley Seitfallschuss, das 4-4-2 System oder die Antizipationsbegabung. Dem ist aber gar nicht so! Nein, nein, ganz im Gegenteil. Das Geheimnis des Fussballs ist ganz nah; ja wenn ihr hinunter zu euren Zwergenfüssen schaut, habt ihr es sogar direkt vor Eurer Zwergennase und wisst Ihr was: Ihr seid wahrhaftig Glückszwerge! Weil ihr Euch nämlich beim tollsten Fussballclub weit und breit angemeldet habt und ihr heute zum allerersten Mal auf diese wunderprächtige Fussballwiese gekommen seid, habt ihr das Recht erworben, das Geheimnis zu erfahren.“

„So hört und spitz Eure Zwergenohren:“  Der Mann hob bedeutungsvoll den gestreckten Zeigefinger seiner rechten Hand mit samt dem Arm gegen den Himmel, senkte seine Stimme und sprach leise: "Das Geheimnis heisst ‚Innenrist" Der Mann, der wie jedes Mal ergriffen erschauderte, wenn er das Geheimnis aussprach, blickte erwartungsvoll hinunter zu den Zwergen. Da bemerkte er, dass diese gar nicht mehr so richtig um in versammelt waren. Die einen schwatzen und lachten miteinander, ein anderer kämpfte vergeblich mit den Schnürsenkeln seiner Schuhe, wieder andere spielten etwas abseits zusammen Fussball oder sahen verträumt einem Schmetterling nach, der sich auf die Fussballwiese verirrt hatte und drei Zwerge waren gerade am Streiten, wer von ihnen die besten Fussballzwergenschuhe hat. Hey!’, schrie der Mann laut. Die Zwerge schien dies nicht besonders zu beeindrucken. Der Mann war so verdattert, dass er ganz vergass seine Zauber-Zwergen-Fussball-Stopp-Pfeife einzusetzen und schrie deshalb nochmals – und dieses Mal noch viel, viel lauter -  ‘HEY IHR ZWERGE!!!!‘ Die Zwerge verstummten ganz langsam und traten nur sehr zögerlich vor den Mann hin. ‘Also, ihr Zwerge, weiss denn nun einer von Euch wo sich dieser Innenrist befindet, der das Geheimnis lüftet?‘ Die Zwerge blickten den Mann fröhlich an. Dann hab hob einer der Zwerge die Hand und sagte: ‘Kann ich dann beim richtigen Spiel auch ins Tor?’ worauf ein Zweiter umgehend ziemlich energisch erwiderte: ‚Nein hey, wirklich nicht, Ich bin viel besser. Ich will ins Tor!’ Und so ging es weiter; Ein dritter Zwerg lachte den Mann an und sagte: ‘Hast du gesehen vorhin, das Tor das ich geschossen habe? Super oder etwa nicht!? Wir haben gewonnen! Ist doch richtig!?’ ‘Man so ein Quatsch. Sicher nicht du Dödel’, meldete sich postwendend ein nächster, ‘dein Schuss war gar nicht hinter der Linie!’ Und so ging es weiter. Der eine wollte unbedingt wissen, wann denn nun endlich ein richtiges Fussballspiel stattfinden würde und wer denn dann eigentlich der Gegner sei. Ein anderer erzählte, dass er schon mindestens 20mal hintereinander mit dem Ball jonglieren könne und ein letzter streckte seine Hand wild fuchtelnd in die Luft und erklärte tief entschlossen: ‘Ich will dann im richtigen Match das Leibchen mit der 10 oder der 9 ......und mit der 2 spiele ich dann aber auf keinen Fall! Nur damit du es weißt!’ Der Mann senkte seinen Blick zur Erde, fasste sich an seine Stirn, schüttelte resigniert den Kopf und dachte: ‘ZWERGE!!!!’ Dann aber trat plötzlich einer der Zwerge neben ihn hin, zupfte ihn am Ärmel, blickte zu dem Mann hoch und sagte leise: ‘DuUUH, ist das da der Innenrist?’ und deutet mit dem Zeigfinger auf die Innenseite seines Fusses. Der Mann sah den kleinen Kerl dankbar an, lächelte zufrieden und erwiderte: ‘Genau!’. Dann hob er seinen Kopf, pfiff in seine ‚Zauber-Zwergen-Fussball-Stopp-Pfeife, blickte zu der jungen Frau und sagte: ‚Ich glaub das chunt scho guet‘.

Lieber Levin, Raphael, Nils, Tiago, Kouta, Agit, Dario, Ledion, Pino, Ruben, Kaya, Jan und Jan, Alexander, Florian, Nevio, Valentin, Liam, Lendrit, Marton, Jason, Rami, Kevin, Julian, Felipe, Fabian und Grzegorz (ich hoff ich ha niemär vergässä J)

Tamara und mir macht es ganz viel Spass euch ein bisschen in das Geheimnis des Fussballs einzuweihen. Ihr seid alles supertolle Zwerge und wenn ihr so weitermacht, dann geht es nicht mehr lange und ihr spielt alle im Fussballzauberland.

Und einen herzlichen Dank an alle Zwergeneltern für das sehr angenehme und unkomplizierte Miteinander.

Thomas

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